STADTSCHLOSS

Das Straubinger Herzogschloss wurde im Jahr 1356 von Herzog Albrecht I von Bayern-Straubing-Holland als Residenz in Auftrag gegeben. Es liegt an der Brücke über die "Neue Donau" und ist ausgehend vom Nordostturm als spätgotisches Burgschloss entstanden. Es diente als fürstliches Wohnhaus (Residenz), als Regierungssitz und Verteidigungsbasis.

Die Kapelle, deren Erker hier zu sehen ist, ist wohl einer der ältesten Bauteile, die Kapelle wurde 1373 geweiht.

Besonders zu bemerken ist der 1421/22 entstandene Rittersaal, der mit 400 m² sicher einer der damals größten Festsäle Deutschlands. Der offene, frei tragende gotische Dachstuhl nach vermutlich holländischen Vorbildern war ursprünglich bunt bemalt und ist allein einen Besuch wert.

Die Linie Straubing-Holland starb 1425 aus und die Münchner Herzöge wurden Herren in Straubing. Das Schloß wurde ein Verwaltungsgebäude und beherbergte von 1705 bis 1906 eine Kaserne. Im 20. Jahrhundert befanden sich Sozialwohnungen im Schloß, das 1977 bis 1995 saniert wurde und heute das Finanzamt beherbergt.